Programm der Staatsoperette Dresden für Saison 2016/17 steht fest

Vor Kurzem wurde bekannt, mit welchen Stücken das neue Gebäude der Staatsoperette Dresden eröffnet wird. Nun steht das gesamte Programm für die Saison 2016/17 fest. Unter den Premieren finden sich auch Musicals.

Das neue Logo der Staatsoperette Dresden

Das neue Logo der Staatsoperette Dresden

Nach der Eröffnung durch Offenbachs Oper »Orpheus in der Unterwelt« am 17. Dezember 2016 folgt nur wenige Tage später, am 22. Dezember 2016, das erste Musical: »Wonderful Town« als Hommage an die Stadt Dresden.
Das Musical von Leonard Bernstein (Musik), Joseph Fields und Jerome Chodorv (Buch) sowie Betty Comden und Adolph Green (Texte) ist in einer deutschen Fassung von Roman Hinze zu sehen.
Regie führt Matthias Davids, die musikalische Leitung verantwortet Peter Christian Feigel, Melissa King choreographiert, das Bühnenbild kommt von Mathias Fischer-Dieskau, die Kostüme von Judith Peter und das Lichtdesign hält Guido Petzold in den Händen.
Erzählt wird die Geschichter zweier Schwestern, die von einer verschlafenen Provinz-Kleinstadt aus nach New York aufbrechen, um dort in den 30er Jahren Karriere zu machen. Während die intellektuelle Ruth Schriftstellerin werden möchte, träumt die naive Eileen von einer Bühnenkarriere. Neben einer beträchtlichen Anzahl von Verehrern haben die beiden Landschönheiten noch mit weiteren Großstadt-Hindernissen, wie Job- und Wohnungssuche, zu kämpfen.
Das Musical ist eine Hommage an das lebendige New York mit seinen bunt gemischten Bevölkerung. Es wurde 1953 uraufgeführt.

Am 10. und 11. Juni 2017 folgt ein Konzert der besonderen Art: »Bin nur ein Jonny…« trägt den passenden Untertitel »Das nicht geschriebene deutsche Musical« und wird präsentiert von TV-Moderator, Entertainer und Musiker Götz Alsmann.
Es erzählt von der Geschichte der Operette und des Musicals in Deutschland: Zu Beginn der 1930er Jahre feierte die Operette in Deutschland und Österreich ihren Höhepunkt. Doch viele Komponisten und Interpreten waren jüdischer Herkunft, die ab 1933 von den Nationalsozialisten aus ihren Ländern verdrängt wurden – ihre Werke verschwanden von den Spielplänen. Dadurch wurde eine Entwicklung gestoppt, die unter Umständen sicherlich zum deutschen Musical geführt hätte. Erst unter der Intendanz von Wolfgang Schaller kehrten einst verbotene Werke, wie Benatzkys »Im Weißen Rössl« auf den Spielplan der Staatsoperette zurück.

Ein Gastspiel dürfte vom 26. bis zum 30. April 2017 für Aussehen sorgen: dann ist »next to normal« als Gastspiel des Stadttheaters Fürth an der Staatsoperette Dresden zu sehen.
Am 11. Oktober 2013 feierte das mit zahlreichen Preisen dekorierte Broadway-Musical (u. a. 3 Tony Awards und der Pulitzerpreis in der Kategorie »Drama«) von Tom Kitt (Musik) und Brian Yorkey (Buch und Text) in der Inszenierung und Übersetzung von Titus Hoffmann seine deutschsprachige Erstaufführung am Stadttheater Fürth. Christoph Wohlleben hatte die Musikalische Leitung inne, die Choreographien kamen von Melissa King und die Ausstattung von Stephan Prattes.

Zum 70. Jubiläuum der Staatsoperette Dresden folgt am 28. Oktober 2017 die Uraufführung des Musicals »Zzaun! – Das Nachbarschaftsmusical« mit Musik und Text von Alexander Kuchinka und einem Buch von Tilmann von Blomberg.
Erzählt wird von Horst, der die Spitze eines Zierzauns abgebrochen hat, der sein Grundstück von dem seines Nachbarn Roland trennt. Dieser hätte damit eigentlich kein Problem, würde nicht ausgerechnet an diesem Tag seine Schwiegermutter zum Antrittsbesuch kommen – diese ist schließlich schon verärgert genug darüber, dass ihr Sohn mit einem Mann zusammenlebt! Obwohl Horst den ramponierten Zaun so gut er kann repariert, ruft Roland seinen Anwalt an und löst damit eine Kettenreaktion aus, die schnell zur globalen Krise wird…
Regie führt Andreas Gergen, die musikalische Leitung verantwortet Peter Christian Feigel.
»Zzaun!« erhielt 2015 bei »Creators«, dem ersten Wettbewerb für neue deutschsprachige Musicals, den ersten Preis.

 

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